Dienstag, 16. September 2014

In der Wahner Heide


Am vergangenen Samstag war ich vor den Toren Kölns zum ersten Mal in der Wahner Heide.
Die Wahner Heide (klick)  ist ein ehemaliges Truppenübungsgelände. Nachdem das belgische Militär 2004 abgezogen ist, kann man auf einem breiten Wegenetz das Naturschutzgebiet erkunden. Dieses Naturschutzgebiet liegt direkt am Flughafen Köln-Bonn. Auch wenn man oft startende und landende Flugzeuge hört und sieht, ist es doch das artenreichste Heide-, Moor- und Waldgebiet in NRW.

Eine Herde von Kühen und Rindern lässt sich von vielen Spaziergängern und von mir und meinem Freund bestaunen. Es sind Glanrinder. Ich habe diese Bezeichnung schon mal gehört, musste mich aber erstmal zuhause über diese Rasse schlau machen.
Glan- der Name kommt vom Fluss Glan, der im Saarland entspringt und in die Nahe, einem linken Nebenfluss des Rheins, mündet. Glan kommt aus dem Keltischen und bedeutet soviel wie „hell, klar, glänzend, fließend“, zudem war „Glan“ Bestandteil des Namens des keltischen Wassergottes Glanos.





Glanrinder sind eine robuste alte Rasse, ihre Vorfahren  waren Arbeitsrinder. Doch sie wurden hauptsächlich auf  Milchleistung gezüchtet. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg wuchsen die Tierbestände auf einen Höchststand von über 400.000 Tieren (1950er Jahre).Weitere Kreuzungen um noch mehr Milch zu fördern, führten zum Niedergang der alten Rasse. 









Das Glanrind wäre zu  Beginn der 1980er Jahre fast ausgestorben, wenn es nicht einige wenige Bauern gegeben hätte, denen das Glanrind sehr am Herzen lag.  1984, mit gerade noch 25 Glankühen, entschloss man sich zur Erhaltung dieser Rasse, so dass heute wieder mehr als 1000 Glanrinder gezählt werden können, ein kleiner Teil ist dieses Herde auf der Wahner Heide. 
Das  Fleisch des Glanrindes soll überaus zart, feinfaserig und gut marmoriert sein - durch den  hohen Anteil an schmackhaften und wertvollen roten Fleischfasern (die frühere Zucht auf Arbeitsleistung). Glanrindfleisch ist ein Naturprodukt unserer Heimat  Es hat ferner außergewöhnlich geringe Koch- und Bratverluste sowie eine garantiert gleichbleibende Qualität. 

Ich will hier keine Diskussion über Fleischverzehr anfachen.
Nur soviel dazu: Bevor wir alle  alle Vegetarier und Veganer werden wollen, sollten wir uns Gedanken um unseren Bedarf an Fleisch machen.
Erstens: besseres Fleisch essen, von Tieren die Platz und Auslauf hatten, die gefressen haben, was ihrer Natur entspricht, und die niemand verstümmelt, stundenlang ins engen Transportern  über sie Autobahn fährt oder sonstwie misshandelt hat. 
Zweitens: weniger Fleisch essen. Jeden Tag Fleisch essen... ist doch für die meisten völlig normal... für mich aber nicht, denn es gibt Alternativen. Auf tierisches Eiweiß hingegen will ich nicht verzichten. Der "Sonntagsbraten", das leckere saftige Schnitzel, die Rindsroulade oder das pikante Gulasch - wird es weiterhin geben, aber eben nur ein bis zweimal die Woche.

Die verheerenden Folgen über unser aller Fleischkonsum sind hinlänglich bekannt!

Zurück zur Wahner Heide!
Also, die herrlichen Rindviecher beweiden eine stattliche Fläche am "Geisterbusch".(einem Gebiet in der Wahner Heide).

Auf unserem Rundweg kamen wir auch an einem riesigen Eselgehege vorbei.
Ein wunderschönes Bild! Eine ganze Herde verschiedener Esel kam uns entgegen, das war so schön und friedlich, dass ich sicher noch oft daran denken werde.
Die Esel gehören in der Wahner Heide zu den Landschaftspflegern. 

















Der Ausflug  in die Wahner Heide hat mir sehr gut gefallen. Der Rundwanderweg von ca, 5 km war sehr abwechslungsreich, ich kann hier nicht alle wunderschönen eingefangenen Momente von dieser einzigartigen Natur zeigen. Im Naturschutzgebiet leben noch Wasserbüffel und Ziegen, aber dazu muss man einen anderen Wanderweg nehmen.
Fest steht: Hier müssen wir noch mal hin, ich nehme mein Stativ mit und dann sind die Vögel dran!


Sonntag, 14. September 2014

September-Sonntag


Einen schönen September-Sonntag wünsche ich allen!
Blumen und süße Brötchen ( hat mein Sohn gebacken) für euch.
Die Sonne soll sich heute ja noch blicken lassen und auch die kommende Woche verspricht uns schönes Wetter.
Heute gibt es keinen Text zu den Bildern. Die nächsten Berichte sind in Vorbereitung, habe viel Natur und Kultur erlebt in letzter Zeit und viele schöne Fotos gemacht und ich hoffe, dass ich die Zeit finde, sie euch zu zeigen.
Bis dahin- viele Grüße!







Montag, 8. September 2014

An der Sieg

Guten  Morgen meine lieben Leser,
schon die zweite Septemberwoche bricht an! Heute nehme ich euch mit auf einen schönen Spaziergang an mein Heimat-Flüsschen, der Sieg. Gestern war herrliches Wetter, Sonnenschein den ganzen Nachmittag.

Das Siegufer ist so gut wie gar nicht mehr einsehbar. Seit Juli etwa wächst dort das Springkraut.
Was so idyllisch, weil leuchtend rosa erscheint, ist ein Neophyt, der heimische Pflanzen verdrängt. Das indische oder auch drüsige Springkraut hat sich in den letzten 20 Jahren leider äußerst stark vermehrt. Mannshoch sind regelrechte Springkraut-Wälder entstanden, wo früher andere Uferbewachsung war. 


 Am Fluss ist es ruhig. Die Sieg hat wieder ausreichend Wasser auf ihrem ca. 150 km langen Weg in den Rhein. Die Sonne lässt das Wasser glitzern. Einige Kanuten befahren siegabwärts.



 Ein weiterer Neophyt ist der Japanische Flügelknöterich. Wie alle Knöterichgewächse schnellwachsend und weißblühend. Er hat sich ebenso rasant ausgebreitet wie das Springkraut. Informationen hierzu hier bei Wikipedia.






 Das Springkraut, auch Rühr mich nicht an im Volksmund genannt, hat den Namen durch die weitspringenden Samen die sich beim Berühren verteilen.
Wegen der orchideenähnlichen Blüten wird es auch als "Orchidee des kleinen Mannes" genannt.
Ob der Neophyt als fast Alleinherrscher am Flussufer wirklich so verteufelt werden soll, weil er eben als Einwanderer die einheimische Pflanzen verdrängt, kann ich nicht beurteilen. Mir fällt nur immer wieder der starke Geruch dieser Pflanzen auf. Die Blüten sind zweifelsohne hübsch anzuschauen und die Kinder haben ihren Spaß, die Samen springen zu lassen. Dass die Ufer unseres Heimatflusses sich derart stark verändert haben, finde ich persönlich sehr schade.

Heute ist wieder wunderschönes Spätsommerwetter! Auf eine schöne Woche.

Freitag, 5. September 2014

Tschüss Türkis...

nenne ich diesen Post!

Die sommerliche Kissendekoration auf der Eckbank sowie den türkisblauen Baumwollläufer auf dem Küchentisch werde ich bis zum Frühjahr verstauen. Schade... aber bald werde ich herbstlich dekorieren und da passt dass eben gar nicht mehr.

Zeigen will ich meine neue Tasche!
Mit meiner Freundin I. habe ich sie vor kurzem entdeckt, allerdings konnte ich mich nicht sofort entscheiden sie zu kaufen. Wie gut, denn als ich zuhause danach im Internet stöberte, war sie über 20 € billiger! Ich habe sie dann bestellt und heute hat der Sohnemann mich mit ihr fotografiert. Die Tasche ist von SOli*er. Ich mag Taschen, die man Crossvoer tragen kann, weil man dann die Hände frei hat.  Die Tasche ist ist aus ganz softem Material, ganz weich und anschmiegsam. Und vor allem sehr geräumig! Ich hatte sie gestern mit in Köln zum Bummeln, und jede Menge hineingepackt.
Ich bin ganz verliebt in die Tasche!

Auch draußen werde ich in den nächsten Tagen die blauen Blumentöpfe wegräumen, die blaue Pünktchentischdecke gegen eine dunkelgrüne austauschen und aufräumen. Der süßen Nala ist die Dekortion schnuppe, neugierig wie jedes Katzenkind wird sie andere Dinge entdecken.

Die zartrosa Macarons hat meine Tochter gebacken, viel Arbeit wegen der ganz feingemahlenen Mandeln, aber ein Gedicht.

Nun kommen die Bilder und liebe Grüße zum Wochenende!












Dienstag, 2. September 2014

Spätsommer oder doch schon Herbst

Nach dem usseligen Wetter der letzten 14 Tage nun ein paar Fotos von Mitte August.  Im hellem Abendlicht sind die Bilder auf meiner Obstbaumwiese entstanden.
Leider ist das Gras nicht mehr abgemäht worden, auf weiten Flächen ist es umgeknickt und liegt flach auf der Erde, an manchen Stellen steht es verblichen fast mannshoch.
Ich liebe es abends auf dem zwei Spuren breit gemähten Weg durch das Gras zu gehen und nach meinen Kürbissen und vor allem nach den Obstbäumen zu schauen. 











Helles Wetter-helle Kleidung,  mint und alle Aqua-Tönemag ich im Sommer gerne. Das helltürkise Top ist ein Geburtstagsgeschenk einer lieben Freundin.
Auf dem letzten drei Fotos trage ich dazu das schöne weiche Tuch aus Seide/Baumwollgemisch, welches sie mir ebenfalls geschenkt hat. Topinambur heißt die Pflanze hinter mir.

Das fand ich spannend:


Im August lockte mich der Supervollmond in der Nacht gegen 2.00 Uhr unter den Himmel. Der Mond war ungewöhnlich hell und schwer zu fotografieren.
Von 50 geschossenen Fotos ist nur dieses brauchbar, mit 1/4000 Sek. Belichtungszeit. Auf allen anderen war der Mond nur als weißer runder Fleck vor tiefschwarzen Hintergrund abgebildet.

In der Nacht vom 8. zum 9. September gibt es wieder einen Vollmond. Wie im August wird auch dieser September-Vollmond als „Super-Vollmond“bezeichnet, denn auch er ereignet sich nahe dem erdnächsten Punkt der elliptischen Mondbahn und erscheint daher besonders groß. Der August-Vollmond war der größte des Jahres aber nur minimal größer als der September-Vollmond.
Ob ich dann allerdings auch um diese Uhrzeit fotografieren werde, ist unwahrscheinlich. Es war eher Zufall, dass ich genau in jener Vollmondnacht im August wach geblieben bin.

Nun hoffen wir alle auf gutes Fotografierwetter und wärmere Tage ab Mitte der Woche.