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Montag, 8. September 2014

An der Sieg

Guten  Morgen meine lieben Leser,
schon die zweite Septemberwoche bricht an! Heute nehme ich euch mit auf einen schönen Spaziergang an mein Heimat-Flüsschen, der Sieg. Gestern war herrliches Wetter, Sonnenschein den ganzen Nachmittag.

Das Siegufer ist so gut wie gar nicht mehr einsehbar. Seit Juli etwa wächst dort das Springkraut.
Was so idyllisch, weil leuchtend rosa erscheint, ist ein Neophyt, der heimische Pflanzen verdrängt. Das indische oder auch drüsige Springkraut hat sich in den letzten 20 Jahren leider äußerst stark vermehrt. Mannshoch sind regelrechte Springkraut-Wälder entstanden, wo früher andere Uferbewachsung war. 


 Am Fluss ist es ruhig. Die Sieg hat wieder ausreichend Wasser auf ihrem ca. 150 km langen Weg in den Rhein. Die Sonne lässt das Wasser glitzern. Einige Kanuten befahren siegabwärts.



 Ein weiterer Neophyt ist der Japanische Flügelknöterich. Wie alle Knöterichgewächse schnellwachsend und weißblühend. Er hat sich ebenso rasant ausgebreitet wie das Springkraut. Informationen hierzu hier bei Wikipedia.






 Das Springkraut, auch Rühr mich nicht an im Volksmund genannt, hat den Namen durch die weitspringenden Samen die sich beim Berühren verteilen.
Wegen der orchideenähnlichen Blüten wird es auch als "Orchidee des kleinen Mannes" genannt.
Ob der Neophyt als fast Alleinherrscher am Flussufer wirklich so verteufelt werden soll, weil er eben als Einwanderer die einheimische Pflanzen verdrängt, kann ich nicht beurteilen. Mir fällt nur immer wieder der starke Geruch dieser Pflanzen auf. Die Blüten sind zweifelsohne hübsch anzuschauen und die Kinder haben ihren Spaß, die Samen springen zu lassen. Dass die Ufer unseres Heimatflusses sich derart stark verändert haben, finde ich persönlich sehr schade.

Heute ist wieder wunderschönes Spätsommerwetter! Auf eine schöne Woche.