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Sonntag, 8. Februar 2015

Eselliebe

 
Am Samstag war ich im Ruhrgebiet unterwegs, in Bochum und in Herne, genau hier.
Wie habe ich mich gefreut, als ich in dem kleinen Tierpark dort zwei Esel erblickte!
Deshalb muss ich euch schon wieder "Esel-Fotos" zeigen.
 
Die beiden Esel heißen Bianca und Sonja und sind seit einiger Zeit auf Diät. Wenn Esel zu viele Fettpolster ansetzen, bekommen sie gesundheitliche Probleme.
"All you can eat" ist für Esel nämlich Programm.
 
Den Salat bekam ich von einem älteren Ehepaar zum Füttern überlassen.
Ich habe nur wenige Blätter verfüttert!
Sonja  und Bianca hatten genauso Spaß wie ich- aber seht selbst.



Sonja wollte scheinbar mein Küsschen nicht - sie war nur auf den Salat fixiert.
 
Weitere Fotos von Kamerunschafen zeige ich im nächsten Post.
 
Grüße!
Marita


Freitag, 30. Januar 2015

Stallbesuch bei Ochs und Esel

So hieß die Veranstaltung die wir am vergangenen Sonntag, 25. Januar,  besucht haben.
Gemeint ist das Winterquartier am Glanhof in der Wahner Heide
in der Nähe des Flughafens Köln-Bonn.
 
Im September war ich sehr begeistert von den Tieren vor allen von der Eselherde.
Hier kann man meinen Beitrag dazu noch mal nachlesen.
Jetzt stehen die meisten Tiere im Stall.
Der Landwirt, der den Glanhof bewirtschaftet, erklärte uns Interessierten
die Haltung der Esel und der Glanrinder.
 
 Die Esel sind Nutztiere aus dem mediterranen Lebensraum.
Mit den Römern gelangten sie auch zu uns.
Bei der Eselhaltung hat man einiges zu beachten.
Vorrangig wichtig ist die Art des Stalls. Esel müssen die Möglichkeit haben jederzeit von der Weide in einen überdachten Teil des Stalls zurückzukehren.
Bei schlechten Wetterbedingungen erkranken die Tier sonst an den Hufen.

Auch über die Fütterung erfuhren wir eine Menge.
Klar, dass Esel aufgrund ihrer Herkunft an karge Landschaften angepasst sind.
 Ständig auf Nahrungssuche,
muss in unseren Breitengraden besonders darauf geachtet werden,
dass die Esel nicht ein Zuviel an fettem Gras fressen, denn das macht sie krank.
In der Wahner Heide erfüllen Esel die Funktion, die Heideflächen zu pflegen.
Von April bis Oktober sind sie auf den Graskoppeln der Heide, das Gebiet heißt "Geisterbusch".
 
Ja, ich mag die Esel! Sie sind keinesfalls dumm und störrisch.
Esel sind vorsichtige Tiere, gehen mit Bedacht über jeden Stein damit sie nicht stolpern.
Pferde würden bei Gefahr flüchten, Esel bleiben stehen und wägen die Situation ab.
Ganz schön schlau sind sie auch.
Der Landwirt erzählt, dass er drei Riegel am Gatter braucht, denn schnell finden die intelligenten Esel Möglichkeiten, die Umgebung außerhalb ihres Terrains zu erkunden.
 
In der Nähe stehen auch die Glanrinder im Stall.
Der Hofbetreiber erzählt uns vom Glanrind
und den Veränderungen die diese Rasse in den letzten 150 Jahren vollzogen hat.
Der mächtige Bulle steht separat.
 
 Na, wer guckt denn da so neugierig um die Ecke?
Es sind Wasserbüffel!
 Tolle Fotomodelle... wie wir finden!
 Die Winterlandschaft in der Wahner Heide hat ihren stillen Reiz.
Während die Hauptattraktion die blühende Heide im Sommer und Herbst ist, bietet gerade jetzt im Winter die Heidelandschaft eine schöne Abwechslung,
die von Köln und Bonn aus schnell zu erreichen ist.
 

Dieses letzte Bild gefällt mir mit der verträumten Stimmung besonders gut.
 
Bei uns schneit es auch im Moment.
Ein schönes Wochenende wünsche ich allen Lesern.
 
Herzlichst
Marita
 


Dienstag, 16. September 2014

In der Wahner Heide


Am vergangenen Samstag war ich vor den Toren Kölns zum ersten Mal in der Wahner Heide.
Die Wahner Heide (klick)  ist ein ehemaliges Truppenübungsgelände. Nachdem das belgische Militär 2004 abgezogen ist, kann man auf einem breiten Wegenetz das Naturschutzgebiet erkunden. Dieses Naturschutzgebiet liegt direkt am Flughafen Köln-Bonn. Auch wenn man oft startende und landende Flugzeuge hört und sieht, ist es doch das artenreichste Heide-, Moor- und Waldgebiet in NRW.

Eine Herde von Kühen und Rindern lässt sich von vielen Spaziergängern und von mir und meinem Freund bestaunen. Es sind Glanrinder. Ich habe diese Bezeichnung schon mal gehört, musste mich aber erstmal zuhause über diese Rasse schlau machen.
Glan- der Name kommt vom Fluss Glan, der im Saarland entspringt und in die Nahe, einem linken Nebenfluss des Rheins, mündet. Glan kommt aus dem Keltischen und bedeutet soviel wie „hell, klar, glänzend, fließend“, zudem war „Glan“ Bestandteil des Namens des keltischen Wassergottes Glanos.





Glanrinder sind eine robuste alte Rasse, ihre Vorfahren  waren Arbeitsrinder. Doch sie wurden hauptsächlich auf  Milchleistung gezüchtet. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg wuchsen die Tierbestände auf einen Höchststand von über 400.000 Tieren (1950er Jahre).Weitere Kreuzungen um noch mehr Milch zu fördern, führten zum Niedergang der alten Rasse. 









Das Glanrind wäre zu  Beginn der 1980er Jahre fast ausgestorben, wenn es nicht einige wenige Bauern gegeben hätte, denen das Glanrind sehr am Herzen lag.  1984, mit gerade noch 25 Glankühen, entschloss man sich zur Erhaltung dieser Rasse, so dass heute wieder mehr als 1000 Glanrinder gezählt werden können, ein kleiner Teil ist dieses Herde auf der Wahner Heide. 
Das  Fleisch des Glanrindes soll überaus zart, feinfaserig und gut marmoriert sein - durch den  hohen Anteil an schmackhaften und wertvollen roten Fleischfasern (die frühere Zucht auf Arbeitsleistung). Glanrindfleisch ist ein Naturprodukt unserer Heimat  Es hat ferner außergewöhnlich geringe Koch- und Bratverluste sowie eine garantiert gleichbleibende Qualität. 

Ich will hier keine Diskussion über Fleischverzehr anfachen.
Nur soviel dazu: Bevor wir alle  alle Vegetarier und Veganer werden wollen, sollten wir uns Gedanken um unseren Bedarf an Fleisch machen.
Erstens: besseres Fleisch essen, von Tieren die Platz und Auslauf hatten, die gefressen haben, was ihrer Natur entspricht, und die niemand verstümmelt, stundenlang ins engen Transportern  über sie Autobahn fährt oder sonstwie misshandelt hat. 
Zweitens: weniger Fleisch essen. Jeden Tag Fleisch essen... ist doch für die meisten völlig normal... für mich aber nicht, denn es gibt Alternativen. Auf tierisches Eiweiß hingegen will ich nicht verzichten. Der "Sonntagsbraten", das leckere saftige Schnitzel, die Rindsroulade oder das pikante Gulasch - wird es weiterhin geben, aber eben nur ein bis zweimal die Woche.

Die verheerenden Folgen über unser aller Fleischkonsum sind hinlänglich bekannt!

Zurück zur Wahner Heide!
Also, die herrlichen Rindviecher beweiden eine stattliche Fläche am "Geisterbusch".(einem Gebiet in der Wahner Heide).

Auf unserem Rundweg kamen wir auch an einem riesigen Eselgehege vorbei.
Ein wunderschönes Bild! Eine ganze Herde verschiedener Esel kam uns entgegen, das war so schön und friedlich, dass ich sicher noch oft daran denken werde.
Die Esel gehören in der Wahner Heide zu den Landschaftspflegern. 

















Der Ausflug  in die Wahner Heide hat mir sehr gut gefallen. Der Rundwanderweg von ca, 5 km war sehr abwechslungsreich, ich kann hier nicht alle wunderschönen eingefangenen Momente von dieser einzigartigen Natur zeigen. Im Naturschutzgebiet leben noch Wasserbüffel und Ziegen, aber dazu muss man einen anderen Wanderweg nehmen.
Fest steht: Hier müssen wir noch mal hin, ich nehme mein Stativ mit und dann sind die Vögel dran!