Samstag, 24. Januar 2015

Faszination Zollverein

Vielen lieben Dank für die Anteilnahme zum Tode meiner Mutter.

Die Abende fülle ich nun überwiegend mit fernsehgucken aus.
Auf WDR habe ich mir gestern Abend eine Dokumentation über die Zeche Zollverein angeschaut.
Eigentlich nichts spektakuläres, obwohl die 1986 stillgelegte Zeche als "Kathedrale" der Industriekultur bezeichnet wird und als "Welterbe der Menschheit" von der UNESCO seit dem Jahr 2001 erklärt.

Im Sommer bin ich mit meinem Freund dort gewesen.
Es war ein schöner Junitag und wir haben einiges an Fotos gemacht.

Die Zeche Zollverein im Essener Norden war einst das größte Steinkohlebergwerk Europas, Arbeitsplatz für 5.000 Bergleute.


 
 Der Doppel-Förderturm
ist DAS Wahrzeichen des Ruhrgebiets.


 
Über eine 55 lange Rolltreppe, die Glas-Gangway, gelangt man auf 24m Höhe
zum Besucherzentrum.
 

Es ist die längste freistehende Rolltreppe Europas.
 
 

 
Im Besucherzentrum


Überall Sitzgelegenheiten inmitten altem Stahl.
 Man kann die harte Arbeit noch erspüren.
Im Museumsshop gibt es alles rund um's Ruhrgebiet.



 
witzig...

 
In diesem zur Ansicht ausgelegten Bildband haben wir intensiv geblättert...
(Chargesheimer- berühmter Fotograf aus Köln)


 
Kohle-Lok
 
Das Zechengelände ist riesig, 14 Quadratkilometer groß.
Das Gelände der Kokerei sahen wir uns auch an.
 


Kein Riesenrad - es ist das Sonnenrad
es fuhr einstdurch die 1000 Grad heißen Öfen der Kokerei
und heute kann man mit dem solarbetriebenen Rad tief hinab fahren...
Ich könnte mir vorstellen, dass man "über Tage" tolle Ausblicke über die gesamte Anlage hat...
 


 
Ein Biergarten mit Durchblick auf die ehemaligen Koksöfen,
zaghafte bunte Blumen, ein bisschen Natur zwischen Industriedenkmälern.
 



Zeche Zollverein ist ein einzigartiges Zeugnis der Industriearchitektur.  
Der Weg der Kohle wird auch in Zukunft nacherlebbar sein.

Am Schluss noch ein Brückenschlag:
Mein Urgroßvater Peter (mütterlicherseits) ging mit seiner Frau Katharina in den 1860er Jahren nach Essen, um bei den Krupp-Werken zu arbeiten.
Er hatte sechs Kinder, als jüngstes wurde 1882 mein Opa geboren. Nur mit ihm kehrte Peter im Jahr 1896 wieder in die Heimat zurück. Sie wohnten wieder hier im Dorf, wo er sein Elternhaus um- und ausbaute. Sein Sohn Eberhard arbeitete dort als Schneider. Im Jahr 1911 heiratete er und hatte fünf Kinder, von denen die jüngste meine Mutter war und als letzte der Geschwister nun verstorben ist.
Sie hat oft von Essen erzählt, es waren mündliche Überlieferungen ihres Vaters, meines Großvaters.
 
 
Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!
 
herzlichst
Marita
 

Kommentare:

  1. Liebe Marita,

    herzlichen Dank für deinen wunderschönen Post.

    Viel Kraft und Zuversicht wünscht dir
    Elisabeth

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  2. Ach wie schön meine Heimat.Dort bin ich geboren,in der Straße habe ich bis 2003 gelebt.Mein Opa und meine Onkel haben dort gearbeitet.
    LG
    Nicole

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  3. Hola liebe Marita,

    das war bestimmt sehr interessant und würde mir auch sehr gefallen. Finde es klasse wenn es noch soviele Zeitzeugen und Information aus der Vergangenheit gibt. Ein Stück Geschichte das immer weiterleben wird und Stahl kann mit Patina wirklich warm und gemütlich wirken, auch wenn der Job ganz schön schwer war und noch ist.

    Wünsche dir einen schönen und gemütlichen Sonntag und sende ganz liebe Grüsse

    N☼va

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  4. Den Filmbericht gestern habe ich nicht gesehen. Allerdings war ich schon zweimal da und fand die Zeche faszinierend. Schöne Impressionen hast du da eingefangen.
    LG, Ingrid

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  5. Liebe Marita,

    ich bin im Bergischen geboren und zu Hause, aber meine Mutter ist aus dem Ruhrgebiet und als Kind war ich ganz oft dort, aber zu der Zeit, als alle Zechen noch in Betrieb und die Häuserfassaden entsprechend schwarz waren. Ich habe mich bei diesem Menschenschlag immer sehr, sehr wohl gefühlt, sie hatten das Herz auf dem rechten Fleck und ich liebte als Kind diese urigen, kleinen Zechensiedlungen mit den viiiiielen Tauben....

    Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel schöne Gedanken an Deine Mutter und wenn Du weinen musst, dann weine - das befreit!

    Ich umarme Dich
    Uschi
    so what hutliebhaberin

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  6. Ja, so Industrie-Denkmäle haben schon was faszinierendes.
    Und die Plörre-Tasse find ich spitze!
    LG - Heike

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  7. Hallo Martia,
    wir waren vor 2 1/2 Jahren dort. Grandios. Wir haben eine Führung durch die Zeche mitgemacht. Da gab es viele interessante Details zur Kohleförderung und -aufbereitung zu sehen.

    Gruß Dieter

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  8. Hallo Marita,

    Dein Beitrag hat mir sehr gut gefallen - ich habe schon von dieser Zeche gehört und bei uns im Odenwald steht eine Miniaturausgabe davon ;) in der Modellbahnwelt Odenwald - die Anlage war früher in Obernhausen zu sehen :)

    Liebe Grüße
    Björn :)

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