Montag, 10. November 2014

Herbststimmung Obstbaumwiese


Heute nehme ich euch noch mal auf meine Obstbaumwiese mit.

Als ich Kind war, hatten wir auf dieser Wiese ein paar Schafe, die "mähten" das Gras ab, später schaffte sich mein Vater einen Aufsitzmäher an und drehte damit seine Runden über die Fläche. Seit einigen Jahren wird die Wiese durch eine Mahd im Sommer gepflegt. Im Sommer 2014 hat das leider nicht geklappt und die Wiese sieht etwas "wild" aus. Das hohe Gras fällt bei Nichtgemähtwerden um, knickt ab und stirbt irgendwann ab, spätestens nach dem ersten Frost. Wir haben uns trotzdem bemüht, die Wiese ein wenig "ordentlich" durch den Winter zu bringen. Mein Sohn hat vor allem die Ränder zu den Nachbargrundstücken und auch Teilbereiche, wie unter den Bäumen, mit der Sense abgemäht. Darüber ist er dann noch mit dem Rasenmäher gegangen, ohne Fangkorb natürlich. Da es keine Rasenfläche ist, sondern eine unebene, buckelige Wiese, ist es ganz schön anstrengend. Die Wiesengräser sind sehr robust und bilden strauchartige Horste und Büschel.
Ein mit dem Mäher regelmäßig kurz gehaltener Weg erleichtert uns den Gang zur Kompostanlage.

 
Der Übergang zur Obstbaumwiese, hinter dem Zaun beginnt die "Wildnis" :-))

 
Ich habe diese Fotos vor einer Woche gemacht, am Morgen.
 
Alles liegt noch im Dunst, bis die Sonne sich durchkämpft. Es ist noch ganz schön frisch und man wartet auf die wärmende Sonne. Das hohe Gras ist nass. Herbe Düfte steigen auf und das Licht ist milchig und trübe.
Auf der übernächsten Wiese steht dieses Pferd.
Es scheint festgewachsen zu sein, so unbeweglich wie es dort steht und schaut, eins mit der Umgebung.


 
Mit dem Teleobjektiv lässt es sich wunderbar heranzoomen.
 Es hat auch auf die Sonne gewartet.



Die Novembersonne hat ja nicht mehr viel Kraft und braucht ein paar Stunden um die Landschaft mit Licht zu durchfluten.
 



Die Tautropfen auf sattem grünen Gras trocknen kaum mehr ab.
 
Auf dem Weg zum Komposthaufen habe ich mich an den kleinen Facetten vom Herbst erfreut.
 
 

 
 
 
 
 
 Das Licht stimmt jetzt und die Sonne bahnt sich einen Weg durch den Nebel.
 
Die Natur macht glücklich!
 
 
 
 
Inzwischen hat die Sonne die Landschaft aufgehellt und das Pferdchen hebt sich vom Umfeld ab, gleich wird es seine Runde über die Weide aufnehmen.
 
Ich liebe es, meinen Blick in die Ferne schweifen zu lassen, wo der Nebel der vergangenen Nacht den Himmel noch diesig färbt. Die Natur zeigt uns jeden Tag, dass alles vergänglich ist.
Obwohl es tagsüber noch sonnig ist, werden die Nächte werden nun sehr lang und morgens und abends ist schon ganz schön kalt! Schön, dass es Bräuche gibt, die Licht in die dunkle Jahreszeit bringen, wie der Sankt-Martinszug, der bei uns hier im Dorf morgen geht!
 
Euch allen wünsche ich schöne Herbsttage!
Herzlichst Marita
 


Dienstag, 4. November 2014

Heimatliebe im Herbst

In den letzten beiden Oktoberwochen war ich morgens und abends oft mit der Kamera unterwegs. Der Herbst zeigte sich von der schönsten Seite. Jetzt gibt es daher noch mal "Land-Fotos"!
Unschwer zu erkennen sind meine Lieblingsmotive. Wo ich kurz zuvor noch das abgeerntete Maisfeld fotografiert hatte, schimmert seit kurzem die Ackerfläche in zartem Grün, auf dem Feld wächst nun Winterweizen. Fast wie im Frühling mutet es an. Der einzelne Baum, ein Ahorn, steht in schönem Kontrast zur Landschaft. Ich habe diesen Baum wohl schon mehr als hundert Mal zu allen Jahreszeiten fotografiert und besonders gut gefällt er mir mit einem farbigen Sonnenuntergangshimmel... fast ein wenig kitschig.


 
Ein weiteres Lieblingsmotiv ist der Siegtaldom. Von dieser kleinen Anhöhe aus in einem Nachbarort bietet sich einem ein schöner Blick in den Dattenfelder Talkessel. 

 
 
Gut, der Himmel war an jenem Sonntag streifig und das Licht war schon etwas milchig. Es wird halt schon zeitig am Nachmittag dunkel. Trotz der Gegenlichtaufnahme - leider immer mit einem weißen Himmel - kommen mit meinem 200 mm -Teleobjektiv die Details des Siegtaldoms gut raus. Man erkennt die Uhrzeit auf der Turmuhr und die Rosetten der Fenster.
 
 
Die Stelle von der ich die Aufnahmen gemacht habe, war auch wunderschön.
Friedlich graste das Damwild auf einer Streuobstwiese, da vergisst man, das sie vermutlich zur Weihnachtszeit geschlachtet werden..., ein Wegkreuz, alte knorrige, von Moos überzogene Obstbäume und Stille ergaben zusammen eine herbstliche Idylle.
 

 
 
Ein paar Tag später sind an einem Morgen diese Fotos entstanden.
Der Frühnebel an der Sieg und dem gleichnamigen Berg war gerade aufgestiegen.
 
Beinahe schwarzweiß schaut der Anblick über die Sieg auf die Kirche aus.
 
 
 
Die Sonne stand gegen 9.30 Uhr hoch genug am Himmel und die Blätter und Spinngewebe leuchteten in herrlicher Pracht.
Als der Dunst verschwunden war, trat majestätisch durch das Blattwerk der Siegtaldom hervor.
 


 
 An diesem Morgen habe ich mich noch ein wenig am Siegwehr aufgehalten, Sonne und Wasser geben wunderbares Zusammenspiel. Enten und Gänse schnatterten, ein Eisvogel wurde dort auch schon gesichtet.. es ist unglaublich schön dort.
 



 
 
 Beim Weg zurück in mein Dorf musste ich aber noch einen Abstecher machen. Ich hatte zum Ziel den Siegtaldom noch von einer seitlichen Ansicht abzulichten. Der Himmel veränderte sich ständig, hier sieht es so aus, als ob es dunkle Gewitterwolken wären.
 
 
Zwei verschiedene Tageszeiten, das Licht spielt eben die größte Rolle.
 
 
 
Zum Abschluss noch mal aus der Vogelperspektive:
hier bin ich aber an einem anderen Tag gewesen.
 
 
 
 
 Ich freue mich, wenn euch die Impressionen aus meiner Heimat gefallen.
 
"Warum in die Ferne schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah!"


 
Der Monat Oktober ging zu Ende mit faszinierenden Stimmungsbildern beim Abschied der Sonne hinter unseren tiefen Wäldern.
 
Ähnliche Bilder habe ich bereits hier schon mal gepostet:
 
  An der Sieg mit Blick auf den Siegtaldom:
 
  Blick vom Hochkreuz im Siegberg auf den Siegtaldom:
 


Sonntag, 2. November 2014

Schönheiten im Herbst Teil 2 - Von Apfelleckereien, Tomaten und Schlehen

Weiter geht es mit Teil 2.
Neulich war auf einem privaten "Apfelfest" eingeladen, ein Fest der kulinarischen Genüsse!
(Danke Gisela!)
Jeder Gast sollte etwas "apfeliges" für's Büfett beisteuern.
 
Äpfel habe ich ja genug und die Auswahl fiel mir nicht leicht. Und Kuchen, dachte ich, bringt sicher jeder zweite Gast mit....Weil ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich gleich mehrere Rezepte verarbeitet.

 
Das Apfelbrot mit Trockenfrüchten.
Hierzu musste man am Vorabend 750 g dünne Apfelscheiben mit etwas braunem Zucker und Rum ziehen lassen.
 
Am nächsten Tag wurde ein Teig mit 500 g Mehl Typ 550 mit 1 1/2 Tütchen Backpulver und 200 g Zucker hergestellt, unter den 200 g ganze ungeschälte Mandeln, 200 g Rosinen und 200 g Trocken-Soft-Pflaumen gemischt wurden, sowie die eingeweichten Äpfel mit dem gezogenen Saft. Abgerundet mit Nelkengewürz ist das Brot ein Gedicht.
 
Die gefüllten Apfel-Kartoffel-Taschen machten die meiste Arbeit.
 
 Filoteig bekommt man in Supermarkt im Kühlregal. Man muss sich mit der Verarbeitung etwas vertraut machen, es sind hauchdünne Teigplatten, die man mit der Schere in Streifen schneiden kann.
Für die Füllung stampft man aus mehligkochenden Kartoffeln ein Püree, wie üblich, nicht zu weich. In der Pfanne werden zwei Schalotten und 250 g säuerliche Äpfel mit etwas Butter angeschmort und  darunter gehoben. Abgeschmeckt mit fein gehackten Majoranblättchen, Salz und Pfeffer, wird ein wenig Füllung auf  die Filoteigstreifen und dann aufgewickelt und mit Butter bestrichen. Goldbraun im Ofen gebacken schmecken sie warm und kalt.
Ich habe sie noch ein wenig mit meinen Lieblingsgewürzen abgeschmeckt: Szechuan-Pfeffer und Kreuzkümmel. Das gibt einen leichten orientalischen Touch.


Die Haselnuss-Apfelbrötchen gehen ganz leicht.
 
Am VORABEND wird ein "Brühstück" hergestellt. Dazu einen Apfel in sehr kleine Stückchen schneiden und mit vier EL Haferflocken vermischen 200ml kochendes Wasser darüber gießen, vermischen und über Nacht quellen lassen.
Einen Hefeteig aus 500g Mehl herstellen, 200 g gehackte und in der Pfanne geröstete Haselnusskerne mit Schale unterheben, sowie das Brühstück darunterkneten.
 
 
Das Apfelbrot ist super gelungen, schön aufgegangen und das trotz des schweren Teiges mit Backpulver als Triebmittel! Rotschimmelkäse gibt es an der Käsetheke und die Apfelscheiben zu blanchieren statt mit Zitrone zu beträufeln war mit neu. Die rote Schale wird dadurch noch intensiver.
 
Bei einer Wanderung habe ich neulich SCHLEHEN entdeckt! 
Die Schlehe ist sehr selten umso mehr habe ich mich gefreut, diese Wildfrucht am Wegrand zu entdecken.


Die blaubereiften Früchte müssen erst mal Frost abbekommen haben, dann verlieren sie ihren sehr herben Geschmack. Daher habe ich sie eingefroren. Ich habe gut 1,5 kg gepflückt, aus der Hälfte habe ich Schlehenlikör in einer Flasche angesetzt, aus der anderen Hälfe werde ich Schlehengelee machen.
 
 

Meine verschiedenen Tomatensorten sind alle hervorragend im Geschmack gewesen! Ich habe dieses Jahr fünf alte Sorten angebaut, leider zu wenig Fotos gemacht... und endlich mal ohne Braunfäule durch den Sommer bekommen!
 
 
Gestern am Sonntag gab es Rekord-Temperaturen!
(Dieses Foto ist allerdings von Anfang Oktober)