Heute nehme ich euch noch mal auf meine Obstbaumwiese mit.
Als ich Kind war, hatten wir auf dieser Wiese ein paar Schafe, die "mähten" das Gras ab, später schaffte sich mein Vater einen Aufsitzmäher an und drehte damit seine Runden über die Fläche. Seit einigen Jahren wird die Wiese durch eine Mahd im Sommer gepflegt. Im Sommer 2014 hat das leider nicht geklappt und die Wiese sieht etwas "wild" aus. Das hohe Gras fällt bei Nichtgemähtwerden um, knickt ab und stirbt irgendwann ab, spätestens nach dem ersten Frost. Wir haben uns trotzdem bemüht, die Wiese ein wenig "ordentlich" durch den Winter zu bringen. Mein Sohn hat vor allem die Ränder zu den Nachbargrundstücken und auch Teilbereiche, wie unter den Bäumen, mit der Sense abgemäht. Darüber ist er dann noch mit dem Rasenmäher gegangen, ohne Fangkorb natürlich. Da es keine Rasenfläche ist, sondern eine unebene, buckelige Wiese, ist es ganz schön anstrengend. Die Wiesengräser sind sehr robust und bilden strauchartige Horste und Büschel.
Ein mit dem Mäher regelmäßig kurz gehaltener Weg erleichtert uns den Gang zur Kompostanlage.
Ich habe diese Fotos vor einer Woche gemacht, am Morgen.
Alles liegt noch im Dunst, bis die Sonne sich durchkämpft. Es ist noch ganz schön frisch und man wartet auf die wärmende Sonne. Das hohe Gras ist nass. Herbe Düfte steigen auf und das Licht ist milchig und trübe.
Auf der übernächsten Wiese steht dieses Pferd.
Es scheint festgewachsen zu sein, so unbeweglich wie es dort steht und schaut, eins mit der Umgebung.
Mit dem Teleobjektiv lässt es sich wunderbar heranzoomen.
Es hat auch auf die Sonne gewartet.
Die Novembersonne hat ja nicht mehr viel Kraft und braucht ein paar Stunden um die Landschaft mit Licht zu durchfluten.
Die Tautropfen auf sattem grünen Gras trocknen kaum mehr ab.
Auf dem Weg zum Komposthaufen habe ich mich an den kleinen Facetten vom Herbst erfreut.
Das Licht stimmt jetzt und die Sonne bahnt sich einen Weg durch den Nebel.
Die Natur macht glücklich!
Inzwischen hat die Sonne die Landschaft aufgehellt und das Pferdchen hebt sich vom Umfeld ab, gleich wird es seine Runde über die Weide aufnehmen.
Ich liebe es, meinen Blick in die Ferne schweifen zu lassen, wo der Nebel der vergangenen Nacht den Himmel noch diesig färbt. Die Natur zeigt uns jeden Tag, dass alles vergänglich ist.
Obwohl es tagsüber noch sonnig ist, werden die Nächte werden nun sehr lang und morgens und abends ist schon ganz schön kalt! Schön, dass es Bräuche gibt, die Licht in die dunkle Jahreszeit bringen, wie der Sankt-Martinszug, der bei uns hier im Dorf morgen geht!
Euch allen wünsche ich schöne Herbsttage!
Herzlichst Marita

















































