Freitag, 21. Oktober 2016

Danke für die mitfühlenden Kommentare!

Schon der vierte Tag heute ohne unseren geliebten Luke. Ich vermisse ihn so, ertappe mich schon mal, wenn ich nach draußen gucke und ihn gedanklich irgendwo sitzen sehe. Oder sein lautes forderndes Mauzen nach Futter. In diesen schmuddeligen ungemütlichen Herbsttagen hätte er auf einer Fensterbank gelegen... dösend das Geschehen um ihm herum betrachtend. Luke war ein Kater, der gerne "gesprochen" hat. Wenn man ihn ansprach, antwortete er. Das klang wie eine Unterhaltung... außerdem konnte er wunderbar trösten... und das brauchte meine Familie in den letzten Jahren häufiger. Er war so ein "Schmusebär"!

Die junge niedliche Nala ist so ganz anders, ist immer auf Achse und klettert so gerne in die Bäume.
Sie ist jetzt alleine, ohne "den Onkel Luke", wie wir gerne sagten. Aber Nala ist eine intelligente Katze, sie hat sich einiges von Luke abgeschaut, er war ein guter Lehrmeister. Nur das Öffnen der Zimmertüren oben im Haus ist ihr (noch) nicht geglückt, dazu ist sie zu leicht.

14 Jahre sind eine lange Zeit, meine Kinder waren 10 und 12 Jahre, als Luke mit seiner Schwester Lea als kleine Kätzchen zu uns kamen. In diesen 14 Jahren sind uns drei Katzen überfahren worden. Völlig unnötig. Jetzt wird Nala, die ja sowie schon unsere "Prinzessin" ist, noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Ich bin dabei die vielen vielen  Luke-Fotos zu selektieren um von den schönsten Bildern ein Fotobuch machen.

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Ganz harter Cut: Ein Exkurs in die Geschichte.
Heute also ein neuer Post von mir. Diesmal habe ich mir gerne die Zeit genommen. Es hat mich auch abgelenkt zu posten...

Die Bilder sind vom Ausflug nach Schloss Burg bei Solingen von Ende September.



Schloss Burg im "Bergischen Land" thront über bewaldete Berge und ist eine große Anlage. Erbaut wurde sie ab 1130 von den Grafen zu Berg,  die eine große rechtsrheinische Herrschaft über mehrere Jahrhunderte führten. Ich interessiere mich immer auch ein wenig für die Historie und vertiefe gerne mein rudimentäres Wissen z. B. hier  (über Schloss Burg und dem  Geschlecht der Grafen von Berg) und hier (über das Bergische Land). An der Schlacht von Worringen kommt man auf Schloss Burg nicht vorbei. Wenn man wie ich wenig über die Geschichte des Rheinlands weiß, sollte man über dieses wichtige historische Ereignis jedoch informiert sein.

Die Schlacht von Worringen im Jahr 1288, die größte Ritterschlacht im Mittelalter. 
Damals kämpften Kölner und Düsseldorfer gemeinsam mit den bergischen Bauern gegen den Kölner Erzbischof, der als Landesherr ein sehr mächtiger Mann war und die Handelswege kontrollierte. 
Zwei Ursachen hatten den Konflikt zwischen den beiden Seiten eskalieren lassen. Zum einen war da die Rivalität zwischen dem Erzbischof und Adolf von Berg, der vergeblich versucht hatte, bei der Wahl 1274 seinen Bruder als Erzbischof durchzusetzen. Dann gab es noch einen Erbfolgekrieg um Limburg im heutigen Belgien. Graf Adolf V. von Berg war einer der Gewinner der Schlacht. Er ließ den Kölner Erzbischof auf Schloss Burg gefangen nehmen und gründete kurz darauf Düsseldorf, sozusagen als "Belohnung". 
Köln war im 13. Jahrhundert die größte und mächtigste Stadt im Reich.

Schloss Burg hat ein wechselvolle Geschichte und war am Ende des 19. Jahrhunderts fast völlig zerstört. Der Wiederaufbau begann 1890.

Das Bergische Land, zu dem mein Dorf am äußersten Zipfel auch noch gehört, hat seinen Namen  übrigens nicht von den hügeligen Wäldern (Bergen), sondern Namensgeber ist das Geschlecht der "von und zu Berg".

Schloss Burg ist ein Wahrzeichen in der Region.  Ich möchte einfach nur die Bilder sprechen lassen. Schloss Burg ist ein lohnenswertes Ausflugsziel für jung und alt. Neben Kirche, beliebt für Trauungen, dem Museum mit Rittersaal und Ahnengalerie, wird die Burg auch regelmäßig für die verschiedensten Events genutzt, z.B. für Konzerte.























Ein schönes Wochenende!

Kommentare:

  1. Das glaube ich dir und kann es auch so gut nachvollziehen. Geht mir heute noch so dass ich meine Aussenkatzen in gewissen Momenten doppelt vermisse, gerade wenn es an Stellen ist wo man draussen ein Erlebnis mit ihnen hatte. Doch irgendwann kommt neben der Trauer dann die Freude wenn man an diese Momente denkt, und ich bin überzeugt das möchten unsere Vierbeiner auch. Wir sollen uns an die schönen Momente erinnern, und ich sage dann auch immer: irgendwann werden wir uns wiedersehen.

    Ablenkung tut auf jeden Fall gut und einen schönen neuen Post hast du gemacht. Viel erklärt und tolle Bilder machen richtig Lust auf einen Ausflug dorthin. Danke dass du uns schon virtuell mitgenommen hast.

    Drück dich mal ganz lieb und sende herzliche Grüssle

    N☼va

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  2. Hach Marita ich verstehe Dich. Sende Dir die besten Wünsche.
    Wunderschöne Fotos, ich bin ja Burgen und Schlösserfan. Danke für diese tollen Bilder.
    Wünsche ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina

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  3. Hallo Marita,
    das tut mir sehr leid. Wir haben ja auch eine Katze und die gehört heute schon absolut zum Alltagsbild dazu (was heißt schon, es sind immerhin 3 Jahre). Ich kann es sehr gut nachvollziehen, dass dir die Lieblingsplätze von Lukas leer vorkommen. Ich liebe es auch, wenn mein Sweti zu mir ins Bett hüpft und sich schnurrend am Fußende zusammenrollt. Das ist so ein schönes Gefühl von Zufriedenheit und Ruhe. Vielleicht solltest du dir ein neues Kätzchen kaufen? Natürlich kann man nicht ein Tier mit einem anderen ersetzen, aber du müsstest dich wieder auf was Neues konzentrieren, vielleicht würde das helfen.
    Jetzt wünsche ich dir erst einmal ein schönes Wochenende!
    LG Eva

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  4. Liebe Marita,
    das ist alles ziemlich traurig. 14 Jahre sind eine lange Zeit. Unseren Bundy vermissen wir immer noch sehr, obwohl es nun schon bald 1/2 Jahr her ist, dass er eingeschläfert werden musste.

    Schön, dass Du Dich mit einem Ausflug etwas ablenken konntest und schöne Bilder mitgebracht hast.

    Liebe Grüße Sabine

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