Samstag, 27. September 2014

Museumsnachmittag in Bonn

Ich bin bekennender BONN-Fan, der alten Hauptstadt am Rhein!
Sieben schöne Jahre habe ich dort gelebt und ich habe mich dort sehr wohl gefühlt.

Schon 30 Jahre ist das her und die Stadt hat sich in dieser Zeit verändert. Noch bis 1990 war Bonn Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Berlin-Umzug hat sich u. a. eine starke Museumskultur entwickelt. In Bonn gibt es eine "Museumsmeile"mit ganz vielen Museen und Ausstellungen, die Bundeskunsthalle und das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gehören zu den meistbesuchten Museen Deutschlands.

Die folgenden Bilder sind schon Ende August entstanden. Dieter, der Rheinland-Blogger, den ich vor zwei Jahren persönlich kennengelernt habe, hatte eine Führung organisiert. Im traditionsreichen Museum König haben wir mit einer Gruppe das erste Büro des ersten Bundeskanzlers besichtigt.
Das Museum König, ist ein Naturkundemuseum, ein überaus beliebtes Besuchermuseum. Außerdem Sitz des Zoologischen Forschungszentrums Alexander König. 

 Das große sehr repräsentative Gebäude an der Hauptverkehrsader Bundesstraße 9 "Koblenzer Straße" parallel zum Rhein gelegen, war im Zweiten Weltkrieg kaum beschädigt worden.


  Vor dem Eingangsportal kann man die geschichtsträchtige Vergangenheit nachlesen.
Das Museum König ist mit Recht stolz darauf, dass hier die Geschicke der jungen Bundesrepublik begann. Nach dem zweiten Weltkrieg war die große Ausstellungshalle mit dem imposanten Glasdach, genannt "Lichthof", der einzige große repräsentative Versammlungsraum in Bonn. So fand am 1. September 1948 im Lichthof des Museums die Eröffnungssitzung des Parlamentarischen Rates statt, der das am 23. Mai 1949 offiziell verkündete Grundgesetz der Bundesrepublik erarbeitete.


 Weniger bekannt ist, das Konrad Adenauer, sein erstes Büro im Museum König hatte. Zwar nur für zwei Monate, bevor er im  Palais Schaumburg in Bonn sein Arbeitszimmer bezog.

 Dieses  allererste Büro ist möbiliert gewesen, Adenauer war bekannt für seine Sparsamkeit und hätte sich wahrscheinlich niemals so eingerichtet.
Der große Raum ist immer schon Bibliothek gewesen und Adenauer ließ die Bücherschränke mit Vorhängen verhüllen. Er war nur Gast im Museum König, wahrscheinlich hat ihn der starke und unangenehme Geruch präparierter Tiere sehr gestört, so dass er sich so wenig wie möglich dort aufhielt, wie erwähnt, insgesamt nur ca. zwei Monate.




Alles original erhalten, aus der Zeit von Alexander König (1858-1940) und der Geruch von Konservierungsmitteln ist präsent. Eine Tür weiter ist ein recht großer Hörsaal, den wir ebenfalls besichtigten.


Die ausgestopften Tiere im Ausstellungsgelände "Lichthof" - hier der Bereich "Savannne", die Giraffen sind von Alexander König höchstpersönlich erlegt worden. Das Museum erstreckt sich über zwei Etagen und hat mehrere Themenbereiche.

Die Nutzung des Museums in der Nachkriegszeit ist eine interessante Station. Die Politik der Nachkriegszeit wird durch spezielle Führungen wieder lebendig. Mehrere Bundesministerien unterhielten noch bis 1957 dort ihre Büros, weswegen das Museum König fester Bestandteil des Wegs der Demokratie in Bonn ist.


 Gegenüber dem Museum gelangt man nach Überquerung der breiten Bundesstraße 9 über eine kleine Stichstraße an die Rheinpromenade.







Der "Museumsnachmittag" war sehr spannend und interessant.
Das Museum König ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Das nächste Mals muss die Artenvielfalt der Tiere unbedingt "erlebt" werden.
Bei Dieter hier auf diesem Weg nochmals Danke für diese tolle politische Führung im Naturkundemuseum!


Schönes Wochenende!

Kommentare:

  1. Hach....jetzt war ich gerade gaaaanz weit zurück in meiner Schulzeit^^ Da war ich das letzte Mal in Bonn, auf Klassenfahrt natürlich. Somit habe ich mich über deine Führung und die schönen Bilder gefreut. Kann es immer noch nicht verstehen warum dieser teure Umzug sein musste.

    Vielen Dank für die schönen Fotos, auch wieder von dir.

    Hab ein schönes Wochenende und ganz herzliche Grüssle

    N☼va

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  2. Hallo Marita, ich muss gestehen, ich war noch nie in Bonn. Ich fand deinen Bericht daher recht interessant. Tolle Bilder hast du wieder gemacht, aber das allerletzte Porträt von dir ist der Hammer! Wirklich toll, das kannst du dir vergrößern lassen!
    Dir auch ein schönes Wochenende ohne allzuviel Stress!
    LG Eva

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  3. Liebe Marita,
    ein sehr interessanter Post. Ich war auch noch nie in Bonn. Die ausgestopften Tiere sind schon ein wenig unheimlich. Dein Portrait ist wunderschön.
    LG Sabine

    www.blingblingover50.de

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  4. hallo marita,
    mein sohn hat schon mal reingeschaut, er hat ja auch die wohnung aufgepasst und mir berichtet.
    wir waren auch noch nie in bonn, sollte man nachholen. deine fotos gefallen mir sehr - gerade kam ein
    kommentar von dir - das würde mich schon mal interessieren. die einrichtung gefällt mir schon, der "alte" war schon klasse, er hat einiges für deutschland getan, wenn ich daran denke, wie der den stalin "rumbekommen" hat und viele kriegsheimkehrer sind ihm dankbar.
    ich werde demnächst auch über adenauer berichtet, wenn auch in anderer hinsicht. sei gespannt.

    lieben gruß eva

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  5. Hallo Marita,
    eigentlich war der Besuch ja ein totaler Reinfall, da der Führer/-in nicht gekommen ist. Vor allem, da Ihr 50 Kilometer vollkommen vergeblich angereist war. Hast dennoch einen Super-Post daraus gemacht. Ich hoffe, falls ich wieder etwas organisiere, dass es dann besser läuft.

    Gruß Dieter

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  6. Liebe Marita,

    Bonn ist klasse, auch wenn man am Rhein mit dem Rad fährt......
    Uuund da wir so oft schon dieselben Ziele hatte, ist es für Euch vielleicht interessant, mal eine schöne Tour durch das Siebengebirge zu machen und auf dem Nachhauseweg ins Cafe Mozart in Wahlscheid einzukehren, aber bitte nicht am Samstag, da ist Ruhetag....
    Ich könnte mir vorstellen, dass es Deinen Geschmack treffen könnte...

    Schau mal auf meiner Seite: so what Hutliebhaberin

    Ganz liebe Grüße
    Uschi

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